GEBURTSTAG

SÄCHSISCHE ZEITUNG

„Dann werde ich eben nicht mehr älter“

Der Dresdner Künstler Holger John wollte sich zum Geburtstag mit einer Ausstellung feiern. Die Vernissage fällt wegen Corona aus – und John zieht Konsequenzen.

Schlauer Schalk: "Regierungen kommen und gehen, der Hofnarr bleibt - wenn man ihn nicht köpft", zitiert Holger John.Schlauer Schalk: „Regierungen kommen und gehen, der Hofnarr bleibt – wenn man ihn nicht köpft“, zitiert Holger John. © Sven Ellger

 

Dresden. Blut klebt vor Holger Johns Galerie. Der Held auf dem Bürgersteig hat vielleicht seinen schlechtesten Tag. Er steckt den Kopf in den Sand, und niemand lacht.

Im Königstraßenviertel ist es totenstill. Kein Mensch zu sehen, alle Läden und Lokale geschlossen. Nur von der Baustelle des Hotels Stadt Leipzig gegenüber schrillt von Zeit zu Zeit ein fieser Ton. Der Kranfahrer gibt Signal. Einziges Lebenszeichen in der Coronaruhe. Sonst stehen Touristen amüsiert vor der überlebensgroßen Superman-Plastik, die den Schädel voran in den Asphalt gerammt zu sein scheint. Das Kunstwerk ist übrig geblieben von einer früheren Ausstellung. Titel: „Die Unbegabten“…

Eine der vielen Johnschen Provokationen. Verschmitzte Herausforderung. Fordernde Frechheit. Dafür ist der Künstler und Galeriebetreiber bekannt. Ein Galerist sei er nicht, sagt er: „Ich spiele nur den Galeristen, mit Bravour. Man kommt zu mir, dem Künstler, ich erzähle Geschichten, und man hört mir gern zu.“ Ob dieses selbstbewusste Selbstverständnis Berufskollegen in die Nase fährt? „Das kann passieren“, schätzt John, „Aber hey, alle mal locker bleiben!“

Das rät er dieser Tage auch sich selbst. Inmitten der gespenstischen Barockviertelflaute sitzt er auf der Galerie seiner Galerie am überbordenden Schreibtisch und tut Dinge, die eben getan werden müssen: Korrespondenzen, Abrechnungen, Planungen, Denkaufgaben. Manchmal wechselt er auf einen der beiden ledernen Sessel am kleinen Tisch. Darauf stehen Tulpen in der Vase. Papierbögen daneben, bezeichnete und leere. „Ich genieße, dass gerade niemand hereinkommt und ich Zeit und Ruhe zum Zeichnen habe“, sagt der Künstler.

Er arbeitet an einer Ausstellung, die den Sommer über auf Usedom zu sehen sein soll. In Zinnowitz, wo John aufgewachsen ist, bevor er bei Hedwig Bollhagen seine Töpferlehre absolvierte, in Greifswald, Schwedt und Berlin am Theater arbeitete und 1988 zum Studium der Malerei an die Hochschule für Bildende Künste nach Dresden kam. An der Ostsee hatte er im Dunstkreis der Künstler gelebt, die zu den Freunden seines Vaters gehörten. Biermann und Eva-Maria Hagen kamen vorbei, es wurde musiziert. Der halbwüchsige Holger und das Berliner Göhr namens Nina konnten mit den Freuden der Erwachsenen wenig anfangen. Jahrzehnte später stellte John Malerei von Eva-Maria Hagen aus. Auch Nina Hagen steuerte Arbeiten zur Ausstellung „Verbotene Lust“ bei.

Er wollte nie Maler werden, sagt Holger John (l.) Deshalb lernte er zunächst das Töpferhandwerk bei Hedwig Bollhagen und ging erst viele Jahre später zum Studium der Malerei nach Dresden. Dort war er unter anderem Schüler von Jörg Immendorff.

Er wollte nie Maler werden, sagt Holger John (l.) Deshalb lernte er zunächst das Töpferhandwerk bei Hedwig Bollhagen und ging erst viele Jahre später zum Studium der Malerei nach Dresden. Dort war er unter anderem Schüler von Jörg Immendorff. © Repro/Sven Ellger

Rund 60 Ausstellungen hat Holger John seit 2013 konzipiert. So lange ist er mit seiner Galerie an der Ecke Rähnitzgasse/Heinrichstraße zuhause. Die entstand aus einer Laune, nur für eine Lange Nacht der Galerien. Doch John blieb und sorgt seither regelmäßig für Andrang in seinen Räumen. Statt wechselnd Malern, Grafikern, Fotografen, Bildhauern eine Plattform zu geben, erfasst er Themen, die die Welt, die Gesellschaft, die Menschen bewegen und Künstler, die sich dazu äußern. So greift er Kontroversen auf und treibt sie voran – meistens mit diesem leisen Grinsen.

„Manchmal plane ich etwas, aber dann kommt ein Künstler und bringt mir eine Arbeit, und alles wird plötzlich ganz anders“, erzählt er. Das ist die Freiheit, die er braucht und genießt, und die institutionelle Kunst aus seiner Sicht vermisst. „Ich arbeite oft aus der Hüfte. Man muss sich überraschen lassen können.“ Weder für Bürokratie noch für Burnout habe er Zeit, sagt er. Ist er nicht dennoch irgendwie bürgerlicher geworden? „Zumindest greifbarer für Vertreter bürgerlicher Kunst, meint John.

Für die gelte nicht als Kunst, Events zu veranstalten. Auch dafür ist Holger John bekannt. Einige seiner Bälle und Partys wurden zur Legende. Lange hat er keine mehr kreiert. Doch ein bisschen Sehnsucht leidet er schon. „Irgendwann mache ich eine Welt-Revue“, überlegt er laut. Etwas Lebendiges fehle ihm, etwas, bei dem alles zusammenfließt: Bilder, Töne, Tanz. Nichts weniger als ein Gesamtkunstwerk.

Holger John im Selbstporträt: Von Malerei und all den bunten Bildern habe er keine Ahnung, sagt er von sich. Seine Zeichnungen sind schwarz-weiß, das sei ihm farbig genug.

Holger John im Selbstporträt: Von Malerei und all den bunten Bildern habe er keine Ahnung, sagt er von sich. Seine Zeichnungen sind schwarz-weiß, das sei ihm farbig genug. © Repro/Sven Ellger

Doch damit muss er warten. Jetzt sowieso. Gerade kann Holger John ja nicht mal seinen 60. Geburtstag feiern. Das wäre am 3. April dran, zusammen mit der Eröffnung einer Retrospektive des eigenen Wirkens. Die Ausstellung seiner Arbeiten aus jüngster Zeit und vergangenen Jahrzehnten, zurück bis zur Filzstiftkinderzeichnung, war im Penck Hotel geplant – mit einer Begrüßung der Gäste durch Holger John, mit einer Laudatio auf den Künstler von Holger John, Musik vom Schallplattenunterhalter Holger John und mit dem Überraschungsgast Holger John. So steht es auf den Einladungskarten, die bereits gedruckt waren, bevor die Kontaktsperre jedes Herzen und Schulterklopfen unmöglich machte.

Erschüttert das den Schalk? „Ich verschiebe meinen Geburtstag einfach auf unbestimmte Zeit und werde eben nicht älter“, sagt er. Gern wäre er zum Ausgleich ins Kino gegangen und hätte sich Tierfilme angesehen. Doch auch das: unmöglich. Holger John dreht sich im Stuhl zur Fensterbank in seinem Rücken um. Dort stapeln sich seine Hüte: grau, schwarz, braun. Und dieser eine, ganz besondere ist auch dabei. Für jeden Wochentag einer. Am Freitag trägt der Künstler Tarnkappe.

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RETROSPEKTIVE

BLEIBT GESUND !!!

Einvernehmlich mit Laudator, Schallplattenunterhalter und dem
Überraschungsgast hat der Künstler Holger John beschlossen:

„Ich werde eben nicht älter.“

Die Retrospektive Malerei – Holger John – im Penck Hotel Dresden, zum Geburtstag am
3.4.2020, kann nicht stattfinden und ist bis auf Weiteres #stayathome verschoben.

Bleibt gesund!

Auf bald:

Holger John

(Porträtfoto: Samstag, 7. Oktober 1989, Paris)

HOLGER JOHN
Malerei | Retrospektive

Begrüßung
Holger John | Impresario

Laudatio
Holger John | Galerist

Musik
Holger John | Schallplattenunterhalter

Überraschungsgast
Holger John

VERNISSAGE| Freitag, 3. April 2020 | 19 Uhr

Ausstellung zum 60. Geburtstag | Kunsthalle – Penck Hotel

4. bis 5. April 2020 | 11 – 22 Uhr | Der Künstler ist anwesend.

Anmeldung persönlich bei Holger John.

Phone: 0162 4772739 | E-mail: contact@holger-john.com

Penck Hotel Dresden
| Ostra-Allee 33 | 01067 Dresden | Germany
Phone: 0049 351 4922 -734 |
www.penckhotel.de | E-mail: hello@penckhotel.de

ELEGANT ASOZIAL

„elegant asozial” bei Holger John

MAXIMILIAN RENTZSCH KOLLEKTIV

elegant asozial
ALL.I.NEED.true art from nearly Y kids
Maximilian Rentzsch Kollektiv
 
Maximilian Rentzsch | Dennis Heß | Mascha Sodann |
Lada Herzberg | Maria Siemens | Benjamin Schulze |
Maurice Feirer | Justus Wilhelm | Tommy Udo Gläser |
Mano Noa Weber | Raphael Sinning | Mauritius Lorenz |
Elisa Plitt  | Nostro | Wanna | Chriz
 
Ausstellung
21.Februar – 22.März 2020

Foto: Thomas Fröhlich

Auch ich möchte Sie im Namen der Galerie Holger John herzlich willkommen heißen zu der Ausstellung mit dem provokanten Titel „Elegant asozial“. Eine Ausstellung, die von dem jungen Kollektiv um Maximilian Rentzsch bestimmt ist.
Zunächst möchte ich mich gerne vorstellen, mein Name ist Elisa Plitt und ich bin hier momentan als Praktikantin tätig und bekam die Möglichkeit, einen Einblick hinter die Kulissen dieser Ausstellung zu erhalten, um die kreativen Prozesse und Arbeitsschritte nachvollziehen zu können. Im Rahmen dessen wurde ich vom Kollektiv und dem Galeristen gebeten, Ihnen die Intensionen der Ausstellung zu vermitteln und somit Licht ins Dunkel zu bringen.
„Elegant asozial“ – ein Titel, der bei Ihnen vermutlich Verwirrung stiftete und das ganz zu Recht. Die gewählten Worte sind offensichtlicher Weise sehr gegensätzlich und regen zum Nachdenken an. Jeder vermag sich unter diesem Titel etwas unterschiedliches vorzustellen, weil jeder eine andere Definition vor Augen hat. Mit diesem Titel wurde nicht etwa auf reine Provokation abgezielt, tatsächlich dient er viel mehr der Versinnbildlichung eines Lebensstiles. Es geht im Grunde um einen Zwiespalt zwischen Eleganz und Arroganz, darum, sich abzuheben, und eben dies verkörpern auch die Kunstwerke des Kollektivs. Eine oppositionelle Haltung wird eingenommen, die sich nicht etwa darauf fokussiert, der Konvention gerecht zu werden, sondern viel mehr darauf, ihr entgegenzuwirken in bestimmten Verhaltensweisen, die auf andere Schichten oder Generationen eventuell provokant/asozial wirken können. Dabei kann allerdings nicht die Eleganz vernachlässigt werden, die eine Auseinandersetzung über das Verhalten und ethische wie moralische Richtlinien beherbergt. Diese Komponenten formen eben jenen Lebensstil, den die Künstler des Kollektivs vertreten und der nicht untypisch für die sogenannte Generation Y ist. Die Eleganz wird geprägt durch tiefgründige Reflexion und Kenntnisnahme, ein Faktor, der der „Why-Generation“ oft zugesprochen wird. Eine Generation, die nachfragt und wissbegierig ist. Das Rentzsch-Kollektiv selbst ordnet sich in die Kategorie „Nearly Y Kids“ ein. Durch die nicht einheitlich festgelegten Grenzen der Generationen befinden sie sich irgendwo zwischen der reflektierten Generation Y und der medienversierten Generation Z. Eine Mischung, die interessant ist, da der große Konsum an Medien und Technik unverzichtbar ist und doch hinterfragt wird, in der Hinsicht, dass man sich bewusst ist ein Smartphone-Junkie zu sein und doch nichts daran zu ändern vermag. Ein Zwiespalt – eben elegant asozial.
Im Rahmen dieser Ausstellung kann jungen Künstlern mit kontroversen Ansichten eine Gelegenheit geboten werden, um ihre Visionen zu verwirklichen. Visionen von „true art“, wie sich der neueste Zyklus unter dem Titel „All I Need“ von Rentzsch nennt. Es handelt sich hierbei um Kunst, die frei von Konvention geschaffen wird und sich nicht nach Preisen oder Trends richtet. Die Expressivität des Künstlers steht im Vordergrund, der Ausdruck von Emotionen und die Verarbeitung von Erlebnissen stellen eine elementare Substanz dar. Somit wird hier Kunst in der reinsten Form geschaffen, nur um der Kunst Willen. Dem Kunstmarkt, als ein künstlich induziertes Konstrukt, wird hierbei keinerlei Beachtung geschenkt, vielmehr soll gezeigt werden, dass Kunst auch organisch entstehen kann. Im weitesten Sinne kann hier eine Kritik ausgeübt werden, indem das Kollektiv sich auf die Natur der Kunst beruft und zeigt, dass auch weniger einschlägige Werke einen Mehrwert bieten.
Eine breit gefächerte Zusammenstellung aus Gemälden, Grafiken und Plastiken, zeigt die Vielseitigkeit der jungen Dresdner Artisten. Dieser Zusammenschluss bietet vor allem eine Plattform für autodidaktische Künstler, die ihre Expressivität ausdrücken wollen, denn am Ende geht es nur darum, bedeutungsvolle Kunst zu schaffen. Mit der Inszenierung rund um die Ausstellungsstücke wird ein Ensemble erzeugt, was passend zum Titel, Verwirrung stiftet und eine Atmosphäre erzeugt, die die Kunstwerke und Beweggründe näher verstehen lässt.

Rede zur Ausstellung von Elisa Plitt.
Sie studiert Kunstgeschichte an der TU Dresden
und ist Praktikantin in der Galerie Holger John

 

Y – VERNISSAGE – Fotos: Daniel Rentzsch

Maximilian Rentzsch, Foto Galerie Holger John

SAG MIR WO DU STEHST

30 Jahre Mauerfall | Kunst aus Ost & West

geöffnet nur noch bis Sonntag, 9. Februar 2020 abend.

14 – 19 Uhr

Der Galerist ist anwesend.

AUSSTELLUNG – SAG MIR WO DU STEHST – nur noch bis Sonntag abend 14 – 19 Uhr, der Galerist ist anwesend.

 

AUSSTELLUNG VERLÄNGERT bis 9. Februar 2020
Dienstag – Sonntag 14-19 Uhr, und in Absprache

H.G. Griese „Bomb the M.- Maus“ 1989,
Öl auf Hartfaser, Leihgabe

 

SAG MIR WO DU STEHST
30 Jahre Mauerfall | Kunst aus Ost & West

Ausstellung 8. 11. 2019 – verlängert bis 9. 2. 2020

 

Horst Hille „Trabant – DDR – 1989“ Öl auf Hartfaser, Leihgeber Stadtgalerie Radebeul

 

Clemens Gröszer „ Sabine mit Hund“ Öl/LW 1981

 

 

 

Vernissage
Freitag, 8. November 2019, 19 Uhr

Grußwort
Dr. Eva-Maria Stange
Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen
Schirmherrin der Ausstellung

Redner
Dirk Hilbert
Oberbürgermeister von Dresden, seit 2015
Dr. Paul Kaiser
Kultur- und Kunstwissenschaftler, Kurator

Laudatio
Dr. Wolfgang Berghofer
Oberbürgermeister von Dresden, 1986 bis 1990

Künstlerisches Programm
Lidia Valenta – Über sieben Brücken musst du gehn
Wolfgang Grossmann – Worte
Detlef Bunk – Akustikgitarre
understateman – Musikalische Ost & West Collage
Rita Akzent, Kasachstan & Wlada Iefreimova, Ukraine
Рита Акцент, Казахстан & Влада Иефреимова, Украина
Duo Hundert Gramm Glück
Дуэт 100 граммов Счастья

Lenin zapft Original Elbhang Rot

 

„Gekreuzte Bäume“ 2000, Siebdruck in 8 Farben,  Jörg Immendorff

 

 

„Endlich frei“ 1993, Walter Womacka,
Öl auf Leinwand

 

KÜNSTLERLISTE:

Norbert Bisky
Osmar Osten
A.R. Penck
Hubertus Giebe
Frank Nitsche
Lutz Heyder
Uri
Oliver Estavillo
Rolf Biebl
H.P. Trauschke
Johannes Tiepelmann
Harald Metzkes
Joachim John
Walter Howard
Kerstin Junker
Jörg Immendorff
David Adam
H.G. Griese
Robert Linke
Walter Womacka
Rolf Czulius
Karl Heinz Kappl
Clemens Gröszer
Harald K. Schulze
Rolf Händler
Harald Kretzschmar
Udo Lindenberg
Dirk Großer
Horst Hille
Rolf Lindemann
Walter Reinhold
Friedhold Schmidt
Ray van Zeschau
Anna Kasten
Lutz Fleischer
Oliver Kratz
Thomas Alexander Leikauf
Viola Schöpe
Maximilian Rentzsch

Harald K. Schulze „Loser – NIE WIEDER“ 2017, Acryl/Leinwand

 

 

GALERIERUNDGANG

DRESDEN CONTEMPORARY ART

DCA GALERIERUNDGANG

SAMSTAG, 18.01. 2020  11.00 – 19.00 uhr

Der Galerist ist anwesend.

 

SAG MIR WO DU STEHST
30 Jahre Mauerfall | Kunst aus Ost & West

Ausstellung 8. 11. 2019 – verlängert bis 9. 2. 2020

 

Harald K. Schulze  „Schwestern teilen alles – Koptuchmädchen“ 2016, Acryl auf Platte

 

Horst Hille „Trabant – DDR – 1989“ Öl auf Hartfaser, Leihgeber Stadtgalerie Radebeul

 

Clemens Gröszer „ Sabine mit Hund“ Öl/LW 1981

 

 

 

Vernissage
Freitag, 8. November 2019, 19 Uhr

Grußwort
Dr. Eva-Maria Stange
Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen
Schirmherrin der Ausstellung

Redner
Dirk Hilbert
Oberbürgermeister von Dresden, seit 2015
Dr. Paul Kaiser
Kultur- und Kunstwissenschaftler, Kurator

Laudatio
Dr. Wolfgang Berghofer
Oberbürgermeister von Dresden, 1986 bis 1990

Künstlerisches Programm
Lidia Valenta – Über sieben Brücken musst du gehn
Wolfgang Grossmann – Worte
Detlef Bunk – Akustikgitarre
understateman – Musikalische Ost & West Collage
Rita Akzent, Kasachstan & Wlada Iefreimova, Ukraine
Рита Акцент, Казахстан & Влада Иефреимова, Украина
Duo Hundert Gramm Glück
Дуэт 100 граммов Счастья

Lenin zapft Original Elbhang Rot

Rolf Czulius „Coconut Derby“ Öl auf Leinwand

„Gekreuzte Bäume“ 2000, Siebdruck in 8 Farben,  Jörg Immendorff

 

 

„Endlich frei“ 1993, Walter Womacka,
Öl auf Leinwand

 

KÜNSTLERLISTE:

Norbert Bisky
Osmar Osten
A.R. Penck
Hubertus Giebe
Frank Nitsche
Lutz Heyder
Uri
Oliver Estavillo
Rolf Biebl
H.P. Trauschke
Johannes Tiepelmann
Harald Metzkes
Joachim John
Walter Howard
Kerstin Junker
Jörg Immendorff
David Adam
H.G. Griese
Robert Linke
Walter Womacka
Rolf Czulius
Karl Heinz Kappl
Clemens Gröszer
Harald K. Schulze
Rolf Händler
Harald Kretzschmar
Udo Lindenberg
Dirk Großer
Horst Hille
Rolf Lindemann
Walter Reinhold
Friedhold Schmidt
Ray van Zeschau
Anna Kasten
Lutz Fleischer
Oliver Kratz
Thomas Alexander Leikauf
Viola Schöpe
Maximilian Rentzsch

Harald K. Schulze „Loser – NIE WIEDER“ 2017, Acryl/Leinwand

HANNE WANDKE

SONNTAG, 24.11. GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT

„HANNE 80“

Hanne Wandtke (* 19. November 1939 in Dresden) ist eine zeitgenössische Tänzerin und Choreografin sowie eine ehemalige Direktorin der Palucca Hochschule für Tanz Dresden.

Hanne Wandtke studierte von 1954 bis 1960 an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Danach hatte sie mehrere Engagements als Bühnentänzerin. 1960–62 tanzte sie am Deutschen Nationaltheater in Weimar. Anschließend war sie bis 1966 am Ballett der Staatsoper Dresden. Von 1966 bis 1979 war sie Gründungsmitglied und Solotänzerin des Tanztheaterensembles der Komischen Oper Berlin. Von 1979 bis 2004 war sie als Pädagogin für Neuen Künstlerischen Tanz an der Palucca Schule Dresden. 1993/94 war sie Direktorin der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. 1994 hatte sie eine Professur für Modernen Tanz und Improvisation. 1994 bis 2004 war Wandtke Prorektorin für künstlerische Praxis.

Hanne Wandtke gründete zusammen mit anderen Dresdner Künstlern 1996/97 die Künstlervereinigung blaueFABRIK e. V. und führte die ehemalige Galerie Blaue Fabrik einer Nutzung als Zentrum genreübergreifender, zeitgenössischer Kunst zu. Sie initiierte dort u. a. Tanzproben und Performances mit Palucca-Schülern und die sehr beliebte Reihe „TanzMalMusik“.

2000 erhielt sie den Verdienstorden des Freistaates Sachsen und 2004 den Kunstpreis der Stadt Dresden, 2004 wurde sie Ehrensenatorin der Palucca Schule.

Hanne Wandtke lebt in Dresden.

Mitwirkung in Inszenierungen von Tom Schilling, John Cranko, Walter Felsenstein, Götz Friedrich, Joachim Herz; Inszenierungsmitarbeit bei Ruth Berghaus, Peter Konwitschny, Joachim Herz, Wolfgang Engel, Arila Siegert.